Warum eine feste Zusage nicht selbstverständlich ist
In vielen Angeboten steht ein Zeitfenster statt einer Uhrzeit, etwa vormittags zwischen acht und zwölf. Das ist bequem für den Betrieb und unangenehm für den Kunden, denn wer eine Wohnung um zwölf Uhr übergeben muss, kann mit vier Stunden Unschärfe nichts anfangen. Noch unangenehmer wird es, wenn kurz vor dem Termin angerufen und auf den Folgetag verschoben wird.
Wir halten es anders, und zwar aus einem betrieblichen Grund. Wer Termine verschiebt, verschiebt sie in eine Woche, die schon voll ist, und erzeugt damit die nächste Verschiebung. Eine feste Zusage zwingt uns, ehrlich zu planen und weniger anzunehmen, als theoretisch ginge. Das kostet uns Aufträge und erspart Ihnen einen Tag, an dem nichts passiert.
Was in der Bestätigung steht
- Datum und verbindliche Startzeit an der ersten Adresse
- Die vollständige Stückliste mit Summe
- Beide Anschriften mit Etage, Aufzug und Zugangsweg
- Name und Nummer der Ansprechperson an beiden Adressen
Wofür ein fester Termin nötig ist
Es gibt Tage, an denen ein Umzug nicht das einzige ist, was stattfindet. Eine Wohnungsübergabe mit Verwalter und Protokoll, eine Schlüsselübergabe beim Notar, die Anlieferung einer Küche, ein Handwerker, der am Nachmittag das Bad fertigstellt: Alle diese Termine brauchen eine Uhrzeit, und keiner von ihnen wartet.
Ebenso wichtig ist eine feste Zusage, wenn Sie selbst Urlaub eingereicht haben. Ein Urlaubstag lässt sich nicht kurzfristig tauschen, und ein verschobener Umzug kostet dann nicht nur Nerven, sondern einen zweiten freien Tag. Wir fragen deshalb im Aufmaß danach, denn wenn ein Tag unverrückbar ist, planen wir ihn mit mehr Reserve als einen flexiblen.
So rechnen wir: 55 Stücke, 572 Euro
Das Beispiel ist ein Haushalt mit viel Kleinkram und wenigen großen Möbeln, wie er bei langer Wohndauer entsteht. 40 Kartons ergeben 120 Euro, zwei Betten mit Lattenrost 70 Euro, zwei Kleiderschränke 90 Euro, ein Sofa 40 Euro. Kühlschrank und Waschmaschine kosten 76 Euro, acht leichte Stücke wie Esstisch, Kommoden, Regale und Nachttische 176 Euro.
Zusammen sind das 572 Euro für 55 gezählte Stücke. Diese Zahl steht in derselben Bestätigung wie das Datum, und beide haben denselben Rang. Ändert sich die Liste, weil am Umzugstag mehr im Keller steht als gezählt, tragen wir es vor dem Einladen nach und zeigen Ihnen die neue Summe, bevor das erste Stück auf den Wagen geht.
Was wir tun, wenn doch etwas dazwischenkommt
Ein Betrieb kann viel zusagen, aber niemand kann einen Motorschaden versprechen, der nicht eintritt. Für genau diesen Fall haben wir eine Regel: Sie hören es sofort, nicht am Umzugsmorgen. Fällt ein Fahrzeug am Vorabend aus, rufen wir an und sagen, wie wir es lösen, statt zu hoffen, dass es sich über Nacht klärt.
Gelöst wird es in der Regel über ein Ersatzfahrzeug oder über eine zweite Fuhre am selben Tag. Sollte beides nicht möglich sein, helfen wir aktiv bei der Suche nach einem Kollegen, statt Sie damit allein zu lassen. Das ist in den vergangenen Jahren selten vorgekommen, und genau deshalb können wir uns eine feste Zusage überhaupt leisten.
Unsere Reihenfolge bei Störungen
- Anruf bei Ihnen, sobald wir es selbst wissen
- Ersatzfahrzeug aus dem eigenen Bestand prüfen
- Aufteilung auf zwei Fuhren am selben Tag
- Vermittlung an einen Kollegen, wenn nichts anderes trägt
Der Anruf am Vortag
Am Tag vor dem Termin melden wir uns kurz. In diesem Gespräch bestätigen wir die Startzeit, fragen nach dem Stand des Packens und klären, ob der Zugang frei ist. Das dauert fünf Minuten und verhindert die drei häufigsten Störungen am Morgen: eine verschlossene Hofeinfahrt, ein nicht erreichbarer Nachbar mit dem zweiten Schlüssel und Kartons, die noch offen sind.
Falls bis dahin etwas dazugekommen ist, ist das der richtige Moment, es zu sagen. Ein zusätzlicher Schrank, den wir am Vorabend wissen, ändert nur die Summe. Derselbe Schrank, der am Morgen unangekündigt im Flur steht, kann die Ladeplanung durcheinanderbringen und im schlimmsten Fall eine zweite Fahrt bedeuten.