Was im Stücksatz steckt und was nicht
Diese Grenze sorgt bei fast jedem Angebot für Rückfragen, deshalb ziehen wir sie deutlich. Alles, was mit einem Schraubendreher, einem Inbusschlüssel und einem Akkuschrauber in überschaubarer Zeit zerlegt und wieder zusammengesetzt wird, gehört zum Satz des jeweiligen Stücks. Ein Bett für 35 Euro wird abgebaut, getragen und aufgebaut, und mehr steht dazu nicht auf der Rechnung.
Getrennt berechnet wird, was eigenes Fachwissen oder mehrere Stunden erfordert. Dazu zählen Einbauküchen, Schrankwände nach Maß, Wasserbetten, Hochbetten mit Sonderbeschlägen sowie alles, was an Strom oder Wasser angeschlossen werden muss. Dafür gilt der Satz für Montagehelfer ab 28 Euro je Stunde, und die geschätzte Dauer steht vorher im Angebot.
Im Stücksatz enthalten
- Bett und Lattenrost zerlegen und wieder aufbauen
- Kleiderschrank mit zwei bis drei Türen
- Kommoden, Regale und Schreibtische aus Standardsystemen
- Esstisch mit abnehmbaren Beinen
Die Küche ist ein eigenes Projekt
Eine Einbauküche abzubauen und in einer anderen Wohnung wieder aufzubauen ist kein Umzugsschritt, sondern Tischlerarbeit unter Zeitdruck. Arbeitsplatten müssen neu zugeschnitten werden, wenn sich die Raumbreite ändert, Ausschnitte für Spüle und Kochfeld passen selten an der neuen Stelle, und Sockelblenden sind nach einem Umzug fast nie wiederverwendbar.
Wir bauen Küchen ab und wieder auf und berechnen das ab 249 Euro, ohne den Anschluss von Strom und Wasser, den ein Fachbetrieb übernehmen muss. Beim Aufmaß sagen wir ehrlich, ob sich der Aufwand lohnt. Bei einer zwanzig Jahre alten Küche in eine deutlich anders geschnittene Wohnung ist die Antwort häufig nein, und dann ist es besser, das gleich zu hören.
So rechnen wir: 37 Stücke, 576 Euro
Das Beispiel ist ein Haushalt mit wenigen Kartons, aber vielen Möbeln, wie er nach einem Hauskauf oft entsteht. 20 Kartons ergeben 60 Euro, drei Betten mit Lattenrost 105 Euro, drei Kleiderschränke 135 Euro, ein Sofa 40 Euro, die Waschmaschine 38 Euro. Neun leichte Stücke, also Esstisch, zwei Schreibtische, drei Kommoden und drei Regale, kommen auf 198 Euro.
Zusammen sind das 576 Euro für 37 gezählte Stücke, und darin steckt der gesamte Auf- und Abbau dieser Möbel. Bei einer Abrechnung nach Stunden wäre genau dieser Haushalt teuer geworden, denn Zerlegen und Zusammensetzen von sechs großen Möbelstücken kostet Zeit. Nach Stücken gerechnet zahlen Sie dafür nichts zusätzlich.
Schrauben, Beschläge und das, was fehlt
Der häufigste Grund für Ärger beim Aufbau sind nicht kaputte Möbel, sondern fehlende Kleinteile. Ein Schrank hat vierzig Dübel, und wenn drei davon beim Abbau im Teppich verschwinden, steht das Möbel schief. Wir sammeln deshalb alle Kleinteile je Möbelstück in einem beschrifteten Beutel und kleben ihn an das größte Bauteil, statt alles in eine gemeinsame Kiste zu werfen.
Zusätzlich führen wir Standardbeschläge, Dübel, Winkel und Schrauben im Fahrzeug mit. Bei älteren Möbeln sind ausgerissene Dübellöcher der zweite Klassiker, und dafür haben wir Holzdübel und Leim dabei. Was sich nicht mehr sicher aufbauen lässt, sagen wir vor dem Abbau und nicht danach, denn ein Schrank, der in der alten Wohnung noch steht, ist leichter zu ersetzen als einer, der in Teilen im neuen Flur liegt.
Getrennt berechnete Arbeiten
- Einbauküche ab- und aufbauen, ab 249 Euro
- Schrankwand nach Maß und Wasserbett, nach Aufwand
- Deckenlampen abhängen und neu montieren
- Wandregale und Fernsehhalterungen an der neuen Wand
Wände, Bohrlöcher und die alte Wohnung
Jeder Aufbau in der neuen Wohnung erzeugt Löcher, und jeder Abbau in der alten hinterlässt welche. Für die Übergabe zählt, dass Dübel entfernt und Löcher verschlossen sind, und zwar bevor der Verwalter kommt. Wir nehmen Dübel beim Abbau heraus und verschließen die Löcher auf Wunsch mit Spachtelmasse, was nach Stunden abgerechnet wird.
In der neuen Wohnung fragen wir vor dem ersten Loch nach der Wandart. Eine Rigipswand braucht andere Dübel als der Ziegel eines Altbaus, und in einem Ferienhaus mit Holzständerwerk gelten wieder andere Regeln. Wir bohren nicht auf Verdacht und markieren die Position vorher, damit Sie sehen, wo das Regal landen wird.