Warum die Lücke überhaupt entsteht
Die Gründe wiederholen sich. Der Vormieter zieht später aus als geplant, ein Bad wird noch fertiggestellt, ein Bodenleger hat erst in zwei Wochen Zeit, oder ein Hauskauf verzögert sich in der Abwicklung. Die Kündigung der alten Wohnung läuft trotzdem aus, denn sie hängt am Kalender und nicht am Baufortschritt.
Damit stehen Sie vor einem Termin, der nicht verhandelbar ist, und einem zweiten, der wackelt. Eine Zwischenlagerung trennt diese beiden Termine voneinander. Der Auszug findet statt, wenn er stattfinden muss, und der Einzug, wenn die Wohnung wirklich fertig ist. Das ist fast immer günstiger als ein Monat doppelte Miete und deutlich billiger als eine Hotelunterbringung für die Familie.
Typische Gründe für eine Überbrückung
- Vormieter zieht verspätet aus der neuen Wohnung aus
- Renovierung oder Bodenarbeiten laufen noch
- Hausübergabe beim Notar verschiebt sich
- Auslandsaufenthalt zwischen zwei Wohnsitzen
Eine Nacht, eine Woche, ein Monat
Bei einer einzigen Nacht bleibt der Bestand in der Regel auf dem Fahrzeug stehen. Das spart einen kompletten Umschlag, denn jedes Stück, das zweimal zusätzlich angefasst wird, kostet Zeit und erhöht das Risiko eines Kratzers. Voraussetzung ist, dass wir am Folgetag ohnehin in dieselbe Richtung fahren.
Ab etwa drei Tagen wird umgeladen, weil ein gebundenes Fahrzeug den ganzen weiteren Kalender blockiert. Dann gilt der Tagessatz der Box: 9 Euro für fünf Kubikmeter, 15 Euro für zehn, 25 Euro für zwanzig. Bei einer dreiwöchigen Lücke und zehn Kubikmetern sind das 315 Euro Lagerkosten, und diese Zahl steht vorher im Angebot, nicht hinterher auf der Rechnung.
So rechnen wir: 40 Stücke, 428 Euro
Das Beispiel ist ein Paarhaushalt, der drei Wochen überbrücken muss. 29 Kartons ergeben 87 Euro, zwei Betten mit Lattenrost 70 Euro, ein Kleiderschrank 45 Euro, ein Sofa 40 Euro. Kühlschrank und Waschmaschine kommen auf 76 Euro, fünf leichte Stücke wie Esstisch, zwei Kommoden und zwei Regale auf 110 Euro.
Das sind 428 Euro für den Transport aus der alten Wohnung. Dazu kommt die Box für die drei Wochen und die Zustellfahrt ab 89 Euro. Wichtig ist, dass der Stücksatz nicht zweimal anfällt: Das Einlagern gehört zur ersten Fahrt, und für die Zustellung berechnen wir die Fahrt und nur dann erneut Stücke, wenn in eine obere Etage getragen werden muss.
Was bei Ihnen bleiben sollte
Der häufigste Fehler bei einer Überbrückung ist, alles einzulagern. Drei Wochen sind lang genug, dass Sie Dinge brauchen werden, an die heute niemand denkt: Winterjacke, Waschmaschinenschlüssel, Impfpass, Ladekabel, der Aktenordner mit dem Mietvertrag. Was Sie dann aus der Box holen wollen, liegt garantiert ganz hinten.
Packen Sie deshalb vor dem Umzugstag eine getrennte Kiste und einen Koffer, und sagen Sie uns, dass beides nicht mitkommt. Wir stellen es beiseite, statt es einzuladen. Wer in dieser Zeit bei Verwandten oder in einer Ferienwohnung unterkommt, sollte zusätzlich Bettzeug und Handtücher herausnehmen, denn genau danach wird am ersten Abend gesucht.
Was nicht ins Zwischenlager gehört
- Papiere, Ausweise und laufende Verträge
- Kleidung für die gesamte Überbrückungszeit
- Bettzeug, Handtücher und Hygieneartikel
- Ladegeräte, Laptop und Werkzeug für kleine Reparaturen
Wenn sich der Einzug erneut verschiebt
Das kommt vor, und zwar öfter, als Bauzeitenpläne vermuten lassen. Deshalb legen wir den Zustelltermin nicht früher fest als nötig und ändern ihn ohne Aufhebens, solange wir ein paar Tage Vorlauf haben. Die Lagerung läuft tageweise weiter, es entsteht keine neue Grundgebühr und kein Vertrag beginnt von vorn.
Umgekehrt gilt: Wird die Wohnung früher fertig, holen wir die Sachen auch früher heraus, und die Lagerung endet an diesem Tag. Wir haben kein Interesse daran, dass Ihre Möbel länger bei uns stehen, als sie müssen, denn der Platz wird anderweitig gebraucht.