Eine leergeräumte Dreizimmerwohnung ist an einem Vormittag im Wagen. Ein
vollgestelltes Einzimmerappartement mit Keller und Dachboden kann den ganzen Tag
brauchen. Wer nach Zimmern abrechnet, liegt deshalb in beide Richtungen daneben und
federt das über einen Aufschlag ab, den hinterher niemand nachrechnen kann. Wir
gehen den umgekehrten Weg und zählen beim Aufmaß durch, was tatsächlich in den
Wagen geht.
Jedes Stück hat dabei seinen festen Satz. Ein Umzugskarton bis 60 Liter steht mit
3 Euro in der Liste, ein Bett samt Lattenrost mit 35 Euro einschließlich Zerlegen
und Aufbauen, ein Kleiderschrank mit zwei oder drei Türen mit 45 Euro. Für Sofa
oder Couchgarnitur rechnen wir 40 Euro, für Kühlschrank und Waschmaschine je
38 Euro, und alles, was eine Person allein trägt, also Tisch, Kommode oder Regal,
kostet 22 Euro. Klavier, Tresor und Aquarium bekommen ein eigenes Aufmaß, weil sich
dafür kein Listensatz seriös nennen lässt.
Durchgerechnet sieht das so aus: 30 Kartons ergeben 90 Euro, zwei Betten 70 Euro,
zwei Kleiderschränke 90 Euro, das Sofa 40 Euro, Kühlschrank und Waschmaschine
zusammen 76 Euro, vier kleinere Möbel 88 Euro. Unter dem Strich stehen 454 Euro für
41 Stücke. Sie sehen beim Aufmaß dieselbe Liste, die später auf der Rechnung steht,
und Sie zählen mit.
Nach unten setzt ein Mindestbetrag von 249 Euro die Grenze, weil Anfahrt, Besetzung
und Rückweg auch bei einer kurzen Liste anfallen. Nach oben gibt es keine Kappung,
aber auch keinen Zuschlag für Stockwerke, Trageweg oder Tageszeit. Solche Posten
tauchen bei uns gar nicht erst auf: Was gezählt ist, ist bezahlt.