Warum wir keinen Etagenzuschlag nehmen
Eine Preisliste mit Etagenzuschlag bestraft den Kunden dafür, dass er oben wohnt, und sie verführt den Betrieb dazu, den Zuschlag großzügig auszulegen. Beides wollen wir nicht. Wir haben den Aufwand stattdessen dort eingepreist, wo er entsteht: in der Zahl der Kräfte, die wir schicken, und in der Zeit, die wir für den Tag blocken. Das ist unsere Kalkulation und nicht Ihre.
Für Sie bedeutet das eine Zahl, die sich nicht mehr bewegt. Was beim Aufmaß gezählt wurde, steht auf der Rechnung, und ob die Träger am Ende sechs oder neun Stunden gebraucht haben, spielt keine Rolle. Genau deshalb fragen wir aber nach der Etage: Ohne diese Angabe können wir den Tag nicht planen.
Was wir statt eines Zuschlags tun
- Eine dritte Kraft ab etwa der zweiten Etage ohne Aufzug
- Mehr Zeit im Kalender, damit der Einzug nicht in den Abend rutscht
- Tragegurte, die das Gewicht auf die Schultern verlagern
- Kurze Ketten statt langer Wege, damit niemand allein trägt
So rechnen wir: 51 Stücke, 540 Euro
Der Beispielhaushalt liegt im dritten Obergeschoss ohne Aufzug. 38 Kartons ergeben 114 Euro. Zwei Betten kosten 70 Euro, zwei Kleiderschränke 90 Euro, zwei Sofas aus Wohn- und Jugendzimmer 80 Euro. Kühlschrank und Waschmaschine zusammen 76 Euro, fünf leichte Stücke 110 Euro. In der Summe sind das 540 Euro für 51 gezählte Stücke.
Dieselbe Liste im Erdgeschoss ergibt ebenfalls 540 Euro. Das ist der ganze Punkt dieser Seite. Was sich unterscheidet, ist unser Aufwand: Im dritten Stock rechnen wir mit rund 150 Gängen über die Treppe, im Erdgeschoss mit keinem einzigen. Diesen Unterschied tragen wir und nicht Sie.
Wie viele Gänge es wirklich sind
Ein Karton ist ein Gang, ein Sofa sind zwei Personen und ein Gang, ein zerlegter Kleiderschrank sind drei bis vier Gänge. Bei 51 Stücken summiert sich das auf gut 150 Wege durchs Treppenhaus, hin und zurück also über dreihundert Treppenläufe. Diese Zahl nennen wir bewusst, weil sie erklärt, warum ein Umzug ohne Aufzug länger dauert, ohne dass jemand langsam arbeitet.
Sie können diese Zahl senken, und zwar wirksamer als durch jede Verhandlung über den Preis. Jeder Karton, den Sie vorher selbst hinuntertragen oder gar nicht erst packen, ist ein Gang weniger und 3 Euro weniger auf der Liste. Bei dreißig Kartons sind das 90 Euro und ein spürbar kürzerer Tag.
Was den Tag wirklich verkürzt
- Kartons einheitlich groß packen und nicht über 20 Kilogramm füllen
- Alles, was in den Keller soll, vorher aussortieren
- Flur und Treppenabsätze frei räumen, bevor wir kommen
- Stellplatz für den Wagen möglichst nah an der Haustür sichern
Ohne Aufzug ist hier die Regel
In Heiligenhafen und im übrigen Kreis Ostholstein sind viele Wohnhäuser zwei- bis viergeschossig, und ein Aufzug ist eher die Ausnahme als der Normalfall. Für uns ist der Umzug über die Treppe deshalb kein Sonderfall, sondern Tagesgeschäft, und die Ausrüstung dafür liegt ohnehin im Wagen.
Auch das gehört zur Küste: Treppenhäuser mit Außentüren, die bei Wind zufallen, und Stufen, die durch Sand und Nässe rutschig werden. Wir keilen Türen auf und legen bei Bedarf Matten aus, bevor der erste Karton geht. Das kostet fünf Minuten und verhindert den Sturz, der den ganzen Tag beendet.