Die Hälfte der Arbeit liegt nicht im Wohnzimmer
Wer seit Jahren in einem Reihenhaus lebt, hat Dinge eingelagert, an die im Alltag niemand denkt: Farbeimer und Werkzeug im Keller, Gartenmöbel und Fahrräder im Schuppen, Kinderspielzeug auf dem Dachboden. Beim Aufmaß fällt uns regelmäßig auf, dass die Bewohner die Wohnräume genau aufzählen können und bei den Nebenräumen ins Schätzen geraten. Genau dort entstehen die Überraschungen am Umzugstag.
Deshalb gehen wir beim Aufmaß in jeden Raum, auch in den, dessen Tür seit zwei Jahren zu ist. Das dauert zehn Minuten länger und macht den Unterschied zwischen einer Liste, die stimmt, und einer, die am Morgen des Umzugs um zwanzig Stücke wächst. Wir wollen Ihnen keine Zahl nennen, die wir später berichtigen müssen.
Räume, die wir immer mit aufnehmen
- Keller und Hauswirtschaftsraum mit Trockner und Vorräten
- Dachboden oder Spitzboden, auch wenn er nur über eine Luke geht
- Schuppen, Geräte- und Fahrradhaus im Garten
- Terrasse und Garten mit Möbeln, Grill und Pflanzkübeln
So rechnen wir: 68 Stücke, 715 Euro
Das Beispiel ist ein Reihenhaus, in dem vier Personen leben. 50 Kartons ergeben 150 Euro. Drei Betten mit Lattenrost kosten 105 Euro, zwei Kleiderschränke 90 Euro, zwei Sofas 80 Euro. Bei den Geräten sind es drei Stücke, nämlich Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner, also 114 Euro. Acht leichte Stücke aus Wohnräumen, Keller und Schuppen kommen auf 176 Euro.
Zusammen sind das 715 Euro. Der Trockner ist in dieser Rechnung ein gutes Beispiel für den Mechanismus: Er ist ein Gerät wie die Waschmaschine, also 38 Euro, und niemand muss darüber diskutieren, in welche Kategorie er fällt. Sieben Sätze decken den ganzen Haushalt ab, und was keinen Satz hat, sehen wir uns vorher an.
Drei Ebenen gleichzeitig bespielen
Ein Reihenhaus hat meist Erdgeschoss, Obergeschoss und Keller, häufig noch einen ausgebauten Spitzboden. Mit drei Kräften lässt sich das parallel abarbeiten: Einer räumt oben vor, einer trägt, einer verstaut im Wagen. Mit zwei Kräften entsteht dagegen ständig Leerlauf, weil jeder Gang über zwei Etagen führt.
Wir planen den Tag außerdem nach Gewicht und nicht nach Raum. Zuerst kommt der Keller, weil dort das Schwerste steht und der Wagen noch leer ist, dann die Möbel aus dem Erdgeschoss, danach das Obergeschoss und zuletzt die Kartons. Diese Reihenfolge ist der Grund, warum am frühen Nachmittag manchmal noch die halbe Wohnung voll aussieht und der Wagen trotzdem schon zu zwei Dritteln beladen ist.
Unsere Reihenfolge im Haus
- Keller zuerst, solange Kraft und Laderaum da sind
- Garten und Schuppen, bevor das Wetter sich ändert
- Große Möbel aus Erd- und Obergeschoss
- Kartons zum Schluss in die verbliebenen Lücken
Häuser im Umland von Heiligenhafen
Reihen- und Doppelhäuser stehen hier überwiegend in den jüngeren Wohngebieten, und die Zufahrt ist meist gut: Ein LKW kann in der Regel nah an die Haustür, und es gibt Platz, um Möbel kurz abzustellen. Das macht den Tag spürbar schneller als in dichter Bebauung, wo jedes Stück direkt vom Flur in den Laderaum muss.
Ein großer Teil dieser Umzüge geht nicht weit: nach Oldenburg in Holstein, nach Eutin oder in die umliegenden Gemeinden des Kreises Ostholstein. Bei diesen Entfernungen ist eine zweite Fuhre problemlos machbar, und wir nutzen das, statt die Ladung zu pressen. Kosten entstehen Ihnen dadurch nicht, weil die Stückliste keine Fahrten enthält.