Wann sich Einlagerung wirklich lohnt
Der häufigste Anlass ist ein Umzug ins Kleinere, bei dem ein Viertel des Hausrats keinen Platz findet, aber auch nicht weg soll. Der zweite Anlass ist ein Auslandsaufenthalt oder ein befristeter Arbeitsvertrag, bei dem Möbel für ein Jahr niemanden stören sollen. Der dritte ist eine Erbschaft: Ein Haushalt muss geräumt werden, bevor die Familie entschieden hat, was daraus wird.
Gegen die Einlagerung spricht in der Regel nur die Zeit. Ab etwa einem halben Jahr übersteigt die Lagergebühr den Wert vieler Möbelstücke, und dann ist Verkaufen oder Weitergeben die bessere Entscheidung. Wir rechnen das beim Aufmaß mit Ihnen durch, auch wenn dabei herauskommt, dass eine kleinere Box reicht als zunächst gedacht.
Was üblicherweise ins Lager geht
- Saisonsachen, Gartenmöbel und Sportgeräte
- Möbel aus Zimmern, die in der neuen Wohnung fehlen
- Hausrat aus einem geerbten Haushalt vor der Aufteilung
- Akten und Unterlagen mit gesetzlicher Aufbewahrungsfrist
Zwei Rechnungen, zwei Logiken
Der Transport folgt der Stückliste: Jedes Stück, das wir tragen, wird gezählt und mit seinem Satz berechnet. Das Lager folgt dem Volumen und der Zeit, weil ein Karton, der ein Jahr steht, anders zu Buche schlägt als einer, der zwei Wochen steht. Diese beiden Logiken lassen sich nicht sinnvoll in eine Zahl pressen, und deshalb versuchen wir es auch nicht.
Praktisch heißt das: Sie bekommen den Transportbetrag als feste Summe und die Lagerkosten als Tagessatz mit Startdatum. Solange Sie nicht sagen, wie lange die Sachen stehen sollen, kann niemand seriös eine Gesamtsumme nennen. Was wir aber können, ist Ihnen vorrechnen, was drei Monate und was zwölf Monate kosten würden.
So rechnen wir: 44 Stücke, 501 Euro
Das Beispiel ist ein Haushalt, der aus einer Vierzimmerwohnung in eine Dreizimmerwohnung zieht und ein Zimmer voll einlagert. 31 Kartons ergeben 93 Euro, zwei Betten mit Lattenrost 70 Euro, zwei Kleiderschränke 90 Euro, ein Sofa 40 Euro. Kühlschrank und Waschmaschine kommen auf 76 Euro, sechs leichte Stücke wie Esstisch, Kommoden und Regale auf 132 Euro.
Das ergibt 501 Euro für den Transport von 44 gezählten Stücken, und zwar unabhängig davon, ob ein Stück in die neue Wohnung oder in die Box geht. Getragen wird schließlich beides. Hinzu kommt die Box selbst: Zehn Kubikmeter für drei Monate liegen bei 15 Euro am Tag, und die spätere Zustellung beginnt bei 89 Euro je Fahrt.
Wie eingelagert wird
Möbel werden in Decken gehüllt und stehen auf Paletten, damit keine Bodenfeuchte an das Holz kommt. Polster kommen in Folie, Matratzen stehen hochkant und nicht flach unter Last. Kartons stapeln wir nach Gewicht, schwere unten, und beschriften jede Lage, damit später nicht der ganze Stapel abgetragen werden muss, um an eine einzelne Kiste zu kommen.
Über den gesamten Bestand führen wir eine Liste, und zwar dieselbe, die auch zum Transport gehört. Sie sehen darauf Stück für Stück, was bei uns steht. Was später herausgeholt wird, streichen wir ab und notieren das Datum. Nach mehreren Monaten ist das der einzige verlässliche Weg, überhaupt noch zu wissen, was eingelagert wurde.
Was nicht ins Lager darf
- Lebensmittel und alles, was Ungeziefer anzieht
- Benzin, Gasflaschen, Farben und andere entzündliche Stoffe
- Pflanzen und alles Lebende
- Bargeld, Schmuck und Papiere im Original
Zugriff, Kündigung und Versicherung
Zugang zu Ihren Sachen bekommen Sie nach Anmeldung an einem Werktag, weil eine Kraft dabei sein muss. Spontan an einem Sonntagabend geht es nicht, und das sagen wir vorher, damit niemand vor einer verschlossenen Tür steht. Wer regelmäßig an Dinge heranmuss, sollte sie deshalb nicht einlagern, sondern in der Wohnung behalten.
Die Lagerung endet, wann Sie es sagen, tageweise und ohne Mindestlaufzeit. Für den Wert der eingelagerten Stücke gilt unsere Betriebshaftpflicht in den üblichen Grenzen. Bei hochwertigen Einzelstücken empfehlen wir eine eigene Versicherung und sagen das offen, statt einen Schutz anzudeuten, den es in dieser Höhe nicht gibt.