Express ist eine Frage der Besetzung, nicht des Tempos
Schneller arbeiten kann man nur bis zu einer Grenze, und wer sie überschreitet, stellt Kartons auf Treppenabsätze ab und verliert die Zeit beim Suchen wieder. Wirklich schneller wird ein Umzugstag nur über die Zahl der Hände und über die Reihenfolge. Zwei Kräfte tragen nacheinander, vier tragen gleichzeitig aus zwei Räumen, und der Wagen steht in der Zwischenzeit nie leer herum.
Deshalb sprechen wir bei einer Expressanfrage zuerst über die Besetzung und erst danach über die Uhrzeit. Vier Kräfte an einem Vormittag bringen mehr als zwei Kräfte an einem ganzen Tag, weil Wege doppelt genutzt werden und der Aufbau schon beginnt, während oben noch abgebaut wird. Die Stückliste bleibt dabei unverändert, denn sie beschreibt, was getragen wird, nicht wie lange getragen wird.
Was einen Tag wirklich verkürzt
- Vier statt zwei Kräfte, aufgeteilt auf Trage- und Packwege
- Bereits verschlossene und beschriftete Kartons am Startmorgen
- Ein reservierter Stellplatz direkt vor beiden Haustüren
- Eine Person je Adresse, die Fragen sofort beantworten kann
Der Unterschied zum kurzfristigen Termin
Beide Begriffe werden oft verwechselt, meinen aber verschiedene Dinge. Ein kurzfristiger Umzug beschreibt den Abstand zwischen Anfrage und Termin, also wie schnell wir überhaupt anrücken. Ein Expressumzug beschreibt den Ablauf am Umzugstag selbst und kann seit Wochen im Kalender stehen.
Für Sie ist der Unterschied wichtig, weil er die Planung bestimmt. Wer den Tag komprimieren will, sollte früh anfragen, denn eine verstärkte Mannschaft muss eingeteilt werden und ist nicht spontan verfügbar. Wer dagegen schnell einen Termin braucht, ist mit einem beliebigen freien Tag besser bedient als mit einem aufwendig geplanten.
So rechnen wir: 33 Stücke, 356 Euro
Das Beispiel ist eine gut gefüllte Einzimmerwohnung mit Küche, wie sie hier viele Berufseinsteiger bewohnen. 24 Kartons kosten 72 Euro, ein Bett mit Lattenrost 35 Euro, ein Kleiderschrank 45 Euro, ein Sofa 40 Euro. Kühlschrank und Waschmaschine zusammen 76 Euro, vier leichte Stücke wie Esstisch, Kommode und zwei Regale 88 Euro.
Daraus werden 356 Euro für 33 gezählte Stücke. In dieser Summe steckt kein Posten für Geschwindigkeit, denn wir berechnen Stücke und nicht Stunden. Ob wir die Wohnung in drei oder in sechs Stunden leer haben, ändert an Ihrer Rechnung nichts, es ändert nur an Ihrem Tag etwas.
Wann ein Expresstag sinnvoll ist
Der häufigste Grund ist eine Übergabekette: Die alte Wohnung muss mittags besenrein sein, die neue wird erst am Vormittag frei, und dazwischen liegen wenige Stunden. In solchen Fällen wird der Tag nicht länger, wenn man mehr Zeit einplant, sondern er platzt. Eine verstärkte Mannschaft ist dann günstiger als ein zweiter Anlauf am Folgetag.
Der zweite Grund ist beruflich. Wer nur einen einzigen Tag freinehmen kann, will ihn nicht bis in den Abend ausdehnen, weil am nächsten Morgen der Dienst wieder läuft. Und der dritte Grund sind Kinder: Ein Tag, der um achtzehn Uhr fertig ist, lässt sich mit einem Kita- oder Schulrhythmus vereinbaren, ein Tag ohne Ende nicht.
Typische Anlässe für einen Expresstag
- Übergabe der alten Wohnung am selben Mittag
- Nur ein einziger freier Arbeitstag zur Verfügung
- Kinder oder Pflegebedürftige, die einen festen Tagesablauf brauchen
- Handwerkertermin in der neuen Wohnung direkt am Folgetag
Was wir von Ihnen brauchen, damit es hält
Ein Expresstag steht und fällt mit der Vorbereitung am Vorabend. Alles, was noch gepackt werden muss, während wir tragen, kostet mehr Zeit als jede Treppe. Wenn Sie es nicht selbst schaffen, stellen wir Kräfte für das Einpacken ab 25 Euro je Stunde ab, dann geschieht es am Vortag und nicht mittendrin.
Zweitens brauchen wir freie Stellflächen. In der Innenstadt und an der Promenade ist das im Sommer die größte Unbekannte, weil Besucherfahrzeuge alles belegen. Wir sagen Ihnen frühzeitig, ob wir für Ihre Adresse eine gesperrte Fläche empfehlen, und wenn ja, wo genau sie liegen sollte. Ein zwanzig Meter kürzerer Tragweg spart bei vierzig Gängen mehr als eine Stunde.