Der Umzug in die kleinere Wohnung
Die meisten Anfragen betreffen denselben Weg: aus dem Haus oder der großen Wohnung in eine kleinere, barrierearme Einheit, oft im selben Ort und manchmal in eine betreute Anlage. Aus hundert Quadratmetern werden fünfzig, und damit passt ungefähr die Hälfte nicht mehr hinein. Diese Hälfte auszuwählen ist die eigentliche Arbeit, und sie lässt sich nicht an einem Nachmittag erledigen.
Unser Rat ist immer der gleiche: früh anfangen und in kleinen Etappen. Ein Raum pro Woche, drei Stapel, nämlich mitnehmen, weggeben, entsorgen, und der vierte Stapel für alles, wo die Entscheidung heute noch nicht fällt. Wenn wir zum Aufmaß kommen, zählen wir nur den ersten Stapel, und was danach noch dazukommt, tragen wir vor dem Umzugstag nach.
Was den Wechsel leichter macht
- Ein Grundriss der neuen Wohnung mit eingezeichneten Möbeln
- Maße der Türen und des Aufzugs, bevor Schränke eingepackt werden
- Fotos der alten Zimmer, damit die Anordnung bekannt bleibt
- Eine Kiste mit Papieren, Medikamenten und Brille getrennt gestellt
Was am Abend fertig sein muss
Für uns ist ein Seniorenumzug nicht beendet, wenn der Wagen leer ist. Er ist beendet, wenn das Bett steht und bezogen werden kann, der Kleiderschrank aufgebaut ist und der Sessel dort steht, wo er hingehört. Ein aufgebautes Bett ist in diesem Fall keine Nebensache, sondern der Unterschied zwischen einem anstrengenden und einem schlimmen Tag.
Der Aufbau von Bett, Schrank und Kommode steckt bei uns bereits im Stücksatz und wird nicht getrennt berechnet. Erst darüber hinaus, etwa beim Anschließen der Waschmaschine oder beim Aufbau einer Einbauküche, entstehen eigene Posten, und die stehen dann vor Ihrer Zusage im Angebot.
So rechnen wir: 38 Stücke, 451 Euro
Das Beispiel ist ein Einpersonenhaushalt, der aus einer Dreizimmerwohnung in eine Zweizimmerwohnung zieht. 26 Kartons ergeben 78 Euro, ein Bett mit Lattenrost 35 Euro, zwei Kleiderschränke 90 Euro, ein Sofa 40 Euro. Kühlschrank und Waschmaschine zusammen 76 Euro, sechs leichte Stücke wie Esstisch, zwei Kommoden, ein Sekretär und zwei Regale 132 Euro.
Das ergibt 451 Euro für 38 gezählte Stücke. Der Vorteil dieser Rechenweise zeigt sich gerade hier: Wer sich von der Hälfte trennt, zahlt bei uns auch die Hälfte weniger. Bei einer Pauschale nach Zimmerzahl hätte das Aussortieren keinen einzigen Euro gespart, und das ist bei einem Umzug ins Kleinere die falsche Botschaft.
Wenn Angehörige weit weg wohnen
Häufig ruft nicht die umziehende Person selbst an, sondern die Tochter aus Hamburg oder der Sohn aus Nordrhein-Westfalen. Wir sind das gewohnt und richten uns darauf ein: Das Aufmaß findet vor Ort statt, die Rückmeldung geht schriftlich an beide, und Fragen beantworten wir gegenüber der Person, die sie stellt. Die Rechnung kann an eine andere Adresse gehen als die Wohnung, die geräumt wird.
Am Umzugstag selbst melden wir uns telefonisch, wenn es gewünscht ist, einmal beim Start und einmal nach dem Abladen. Angehörige, die nicht anreisen können, wissen dann, wo die Sache steht. Das kostet uns zwei Minuten und erspart eine Menge Sorge auf der anderen Seite.
Was wir für Angehörige übernehmen
- Aufmaß und Beratung vor Ort auch ohne Ihre Anwesenheit
- Schriftliche Stückliste an zwei Empfänger gleichzeitig
- Kurze Rückmeldung am Umzugstag, morgens und nach dem Abladen
- Rechnungsadresse getrennt von der Umzugsadresse
Was mit dem übrig gebliebenen Hausrat geschieht
Nach dem Umzug bleibt fast immer etwas zurück, und es ist selten wenig. Wir räumen die alte Wohnung auf Wunsch besenrein und rechnen das nach Kubikmetern ab, beginnend bei 39 Euro. Die Gebühr des Wertstoffhofs reichen wir unverändert und mit Beleg weiter, damit nachvollziehbar bleibt, was Arbeit war und was Gebühr.
Gut erhaltene Möbel und Hausrat sprechen wir vorher an. Vieles findet über soziale Einrichtungen oder in der Nachbarschaft noch einen Platz, und für viele ältere Menschen ist das ein deutlich besserer Gedanke als der Container. Wir entscheiden das nie allein und fragen jedes Mal nach, bevor etwas auf den Wagen geht.
Pflegekasse, Nachweis und Vorlauf
Wenn der Umzug mit einer anerkannten Pflegesituation zusammenhängt, verlangt die zuständige Stelle in der Regel eine nachvollziehbare Aufstellung. Unsere Stückliste eignet sich dafür gut, weil sie Position für Position ausweist, was geleistet wurde, statt eine Pauschale zu nennen. Sie bekommen sie zusammen mit der Rechnung und können sie unverändert einreichen.
Beim Vorlauf gilt dasselbe wie sonst: Von November bis März bekommen wir fast jeden Termin untergebracht, zwischen Juni und September sind vier bis sechs Wochen sinnvoll. Wenn ein Platz in einer Einrichtung kurzfristig frei wird, sagen Sie es uns trotzdem, denn für kleine Listen findet sich häufiger eine Lücke, als man denkt.