Warum Packen die eigentliche Arbeit ist
Das Tragen eines Dreizimmerhaushalts dauert mit drei Kräften einen halben Tag. Das Packen desselben Haushalts dauert eine Person gerechnet etwa zwanzig Stunden, verteilt auf zwei Wochen Abende. Diese Rechnung überrascht fast jeden, und sie erklärt, warum so viele Umzüge mit halb gefüllten Kartons und einem Nervenzusammenbruch beginnen.
Ein Packservice dreht das Verhältnis um. Zwei Kräfte packen eine durchschnittliche Wohnung in sechs bis acht Stunden, weil sie es jeden Tag tun, Material in der richtigen Größe dabeihaben und nicht bei jedem zweiten Gegenstand über dessen Verbleib nachdenken. Genau der letzte Punkt macht den größten Unterschied, und genau deshalb sollten Sie vorher aussortieren.
Was wir vor dem Packtag von Ihnen brauchen
- Aussortiertes muss weg sein oder sichtbar getrennt stehen
- Eine Angabe, welche Räume in der neuen Wohnung wie heißen
- Wertsachen und Papiere von Ihnen selbst beiseitegelegt
- Zugang zu Schränken, Vitrinen und dem Keller
Wie wir packen
Geschirr wird stehend eingewickelt, nicht liegend gestapelt, weil ein Teller auf der Kante sehr viel mehr aushält als flach. Gläser kommen in Papier und in die obere Lage. Bücher gehören in kleine Kartons, Textilien in große, und jeder Karton wird so gefüllt, dass nichts wandert, wenn man ihn kippt. Halb volle Kartons sind der Hauptgrund für Bruch, nicht das Tragen.
Beschriftet wird außen und an zwei Seiten, mit Zielraum und einer laufenden Nummer. Die Nummern führen wir in einer Liste mit Kurzinhalt. Wenn Sie nach dem Einzug den Wasserkocher suchen, schauen Sie auf die Liste statt in zwölf Kartons. Kleidung auf Bügeln kommt in Kleiderboxen, die wir für 3,50 Euro je Stück und Woche verleihen, und wird am Zielort direkt in den Schrank gehängt.
So rechnen wir: 60 Stücke, 568 Euro
Das Beispiel ist ein Haushalt mit viel Geschirr und Büchern, bei dem sich Packservice besonders lohnt. 46 Kartons ergeben 138 Euro, zwei Betten mit Lattenrost 70 Euro, zwei Kleiderschränke 90 Euro, ein Sofa 40 Euro. Kühlschrank und Waschmaschine kommen auf 76 Euro, sieben leichte Stücke wie Esstisch, Kommoden und Regale auf 154 Euro.
Der Transport liegt damit bei 568 Euro für 60 gezählte Stücke. Die Packarbeit steht daneben: Zwei Kräfte über sieben Stunden ergeben 350 Euro, und 46 geliehene Kartons kosten 41,40 Euro in der Woche. Wir weisen alle drei Blöcke einzeln aus, damit erkennbar bleibt, was Arbeit ist, was Ware und was Tragen.
Auspacken ist die zweite Hälfte
Viele denken beim Packservice nur an das Einpacken, dabei ist der Auszug aus den Kartons am Zielort der Teil, der sich wochenlang hinzieht. Wir bieten beides an, und gerade bei Küche und Kleiderschrank lohnt es sich. Eine Küche einzuräumen dauert mit zwei geübten Kräften etwa zwei Stunden, allein und zwischen Kindern eher zwei Abende.
Wer nur einen Teil beauftragen will, wählt am besten Küche und Glas. Das ist der Bereich mit dem höchsten Bruchrisiko und dem größten Zeitaufwand je Karton. Alles andere, also Bücher, Textilien und Spielzeug, packt sich leicht und muss nicht bezahlt werden. Wir sagen das beim Aufmaß auch dann, wenn dadurch weniger Stunden zusammenkommen.
Wo sich der Packservice am meisten lohnt
- Küche mit Geschirr, Gläsern und Vorräten
- Vitrinen, Porzellan und gerahmte Bilder
- Kleiderschränke, wenn Kleiderboxen genutzt werden
- Arbeitszimmer mit Akten und Technik
Material und was davon zurückgeht
Kartons können Sie leihen oder kaufen. Geliehen kosten sie 0,90 Euro je Stück und Woche bei einer kleinsten Menge von zehn Stück, gekauft 1,80 Euro. Bei einem Umzug mit vierzig bis fünfzig Kartons und einer Woche Nutzung ist Leihen deutlich günstiger, und Sie müssen die Kartons hinterher nicht loswerden.
Packpapier kostet 14 Euro für zehn Kilogramm und reicht für etwa fünfundzwanzig Kartons Geschirr, Luftpolsterfolie 19 Euro für fünfzig Meter. Möbeldecken verleihen wir für 2,50 Euro je Stück und Woche. Was ungeöffnet bleibt, nehmen wir zurück und berechnen es nicht, denn niemand soll am Ende auf drei Rollen Folie sitzen bleiben.