Wann diese Anfrage kommt
Die Gründe ähneln sich. Eine Wohnungsübergabe wurde vorgezogen, ein befristeter Mietvertrag läuft aus und niemand hat es im Blick gehabt, ein Wasserschaden macht die Räume unbewohnbar, oder eine Trennung führt dazu, dass jemand nicht noch eine Nacht bleiben will. In allen Fällen zählt nicht der schönste Ablauf, sondern die Frage, ob die Sachen morgen woanders stehen.
Wir behandeln solche Anrufe deshalb anders als eine normale Anfrage. Es gibt kein Aufmaß vor Ort, keine Angebotsvarianten und keine Überlegung zu Packmaterial in drei Größen. Es gibt eine Zählung, eine Summe und eine Uhrzeit, und alles andere klären wir, während wir laden.
Was wir im ersten Gespräch abfragen
- Wie viele Kartons stehen fertig gepackt bereit
- Welche Möbel kommen mit und welche bleiben stehen
- Etage und Aufzug an beiden Adressen
- Ob die neue Wohnung schon zugänglich ist oder erst mittags
Was in 24 Stunden geht und was nicht
Machbar ist ein Haushalt bis etwa dreißig gezählte Stücke auf einer kurzen Strecke innerhalb von Heiligenhafen, nach Großenbrode, Oldenburg oder Burg auf Fehmarn. Machbar ist auch ein reiner Möbeltransport ohne Kartons, weil dabei nichts gepackt werden muss. Nicht machbar ist ein vollständiger Haushalt mit sechzig Stücken, eine Fahrt nach Hamburg mit Rückkehr am selben Tag oder ein Umzug mit Klavier, das wir vorher nicht gesehen haben.
Ebenfalls nicht machbar ist ein Termin in der Hochsaison, wenn alle Wagen verplant sind. Zwischen Juni und September vergeben wir die Tage weit im Voraus, und dann bleibt für Zwischenfälle wenig Spielraum. Wir sagen das am Telefon, statt es freundlich offen zu lassen, denn eine unklare Antwort kostet Sie genau die Stunden, in denen Sie noch jemand anderen fragen könnten.
So rechnen wir: 25 Stücke, 278 Euro
Das Beispiel ist ein einzelner Haushalt in einer kleinen Wohnung, gepackt in der Nacht davor. 18 Kartons ergeben 54 Euro. Ein Bett mit Lattenrost kostet 35 Euro, ein Kleiderschrank 45 Euro, ein Sofa 40 Euro, die Waschmaschine 38 Euro. Drei leichte Stücke, also ein Tisch und zwei Regale, kommen auf 66 Euro.
Zusammen sind das 278 Euro für 25 Stücke. Die Summe liegt über dem Mindestbetrag von 249 Euro und enthält keinen Zuschlag dafür, dass die Anfrage am Vortag kam. Wer unter Druck steht, soll dafür nicht zusätzlich bezahlen, und das ist keine Werbeaussage, sondern schlicht die Folge daraus, dass wir Stücke zählen und nicht Umstände bewerten.
Packen in der Nacht davor
Bei diesem Vorlauf packen die meisten selbst, und meist zu spät am Abend. Zwei Regeln helfen mehr als alle anderen: Ein Karton darf nicht schwerer werden, als Sie ihn selbst eine Treppe hinuntertragen würden, und jeder Karton bekommt außen den Zielraum. Bücher gehören in kleine Kartons, Kissen und Decken in große, und Halbvolles füllt man mit Textilien auf, damit nichts rutscht.
Was keinesfalls in Kartons gehört, sind Flüssigkeiten, offene Lebensmittel und alles Zerbrechliche ohne Polster. Wir bringen Kartons und Papier zum Termin mit, wenn Sie es sagen, und packen unterwegs um, wo es sein muss. Für Kleidung an Bügeln lohnt sich die Kleiderbox, weil sie das Umräumen am Zielort fast ganz spart.
Die vier Handgriffe, die eine Nacht retten
- Kleidung in Säcken statt einzeln vom Bügel nehmen
- Schubladen im Möbel lassen und mit Folie sichern
- Kabel fotografieren, bevor sie abgezogen werden
- Eine Kiste mit Bettzeug, Ladegerät und Zahnbürste getrennt stellen
Erreichbarkeit und Zusage
Unser Büro ist montags bis freitags zwischen neun und achtzehn Uhr besetzt, und in dieser Zeit erreichen Sie uns direkt am Telefon. Außerhalb dieser Zeiten nimmt das Formular Ihre Anfrage entgegen, rund um die Uhr, und wir bearbeiten sie am nächsten Werktag in der Reihenfolge des Eingangs. Wer also am Sonntagabend feststellt, dass er Montag raus muss, schreibt am besten sofort und ruft am Morgen zusätzlich an.
Eine Zusage von uns ist immer verbindlich und wird auch dann gehalten, wenn danach ein größerer Auftrag für denselben Tag anfragt. Umgekehrt hören Sie ein Nein sofort und nicht in zwei Stunden. Beides gehört zusammen, denn ein Betrieb, der alles annimmt, kann nichts davon zuverlässig halten.